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Geopolitik aus Investorensicht

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Geopolitische Brüche, neue Handelsachsen und sicherheitspolitische Entscheidungen prägen die Kapitalmärkte stärker denn je. In unserem kostenfreien Geostrategy Fund Newsletter ordnen wir diese Entwicklungen ein – klar, unabhängig und mit Blick auf ihre konkreten Auswirkungen auf Portfolios.
 

Mehr als 300 anspruchsvolle Leser nutzen den Newsletter bereits, um geostrategische Ereignisse von kurzfristigem Marktrauschen zu trennen und fundierte Investmententscheidungen vorzubereiten.
 

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Geostrategische Lage: Hoffnung auf Entspannung

Trump hat erkennbar wenig Interesse, den Iran-Konflikt auszudehnen: Sinkende Umfragewerte und drohende Verluste bei den Midterms erhöhen den Druck auf eine Einigung. Ähnliches gilt für die Ukraine, wo eine Waffenruhe um den 9. Mai im Raum steht. Die Aktienmärkte preisen eine Lösung beider Konflikte bereits mit erheblichem Optimismus ein.

Portfolio: Umschichtung von Halbleiter- zu Software-Aktien 

Der April-Kursanstieg wurde von KI-Halbleiteraktien getrieben. Unsere Schlüsselinvestments Infineon und Mersen stiegen seit Ende März um jeweils rund 50 %. Infineon haben wir daraufhin verkauft: Das KGV von fast 50x macht die Fallhöhe bei einer Trendwende zu groß. Mersen halten wir weiterhin – trotz des Kursanstiegs liegt das KGV noch bei nur 17x.

Insgesamt sind Halbleiteraktien ambitioniert bewertet, und erste Signale – darunter Turbulenzen bei US-Private-Credit-Anbietern, den Hauptfinanzierern der KI-Infrastruktur – deuten auf einen möglichen Peak des Investitionsbooms hin.

Stattdessen haben wir rund 10 % des Portfolios in Software-Aktien umgeschichtet. Die KI-Angst zu Jahresbeginn drückte die Bewertungen auf historisch günstige Niveaus. Wir investierten in Ionos, TeamViewer und erstmals seit Jahren wieder in SAP (KGV 21x).

Ausblick: Euphorie mit Gegenwind
Die Märkte feiern die geostrategische Entspannung bei Iran und Ukraine – doch Konjunktureintrübung, besonders in Asien, und steigende Inflation machen Zinssenkungen unrealistisch. Nach der Euphorie sind Rücksetzer wahrscheinlich. Unsere balancierte Strategie – auch mit Ölwerten wie Occidental und Pampa Energia – zahlt sich bei Turbulenzen aus.

 

Geostrategische Lage: Iran-Krieg bremst Konjunktur

Der Iran-Krieg dauert länger als erwartet: Die gesperrte Straße von Hormus bremst die Weltkonjunktur, Prognostiker rechnen mit mindestens 0,5 Prozentpunkten weniger Wachstum. Eine Eroberung des Iran ist unrealistisch; wahrscheinlicher ist eine US-Besetzung der Ölverladeinsel Khark und der Hormus-Inseln, um den Iran unter Druck zu setzen und die Meerenge zu öffnen. Trump steht innenpolitisch unter Druck – ein langer Krieg droht eine Niederlage bei den Midterms im November.

Portfolio: Aktienquote antizyklisch deutlich erhöht 

In Erwartung sinkender Kriegsintensität haben wir die Aktienquote deutlich erhöht und antizyklisch zugekauft: im Reise- und Eventbereich CTS Eventim, Fraport und Amadeus IT sowie kleinere zyklische Positionen in Infineon, Palfinger und Stabilus.


Zudem haben wir in die Partners Group investiert. Der Kurs war bereits vor dem Krieg im Zuge der Probleme bei US-Private-Credit-Unternehmen unter Druck geraten – ein klassischer Basket-Trade-Effekt. Dabei ist die Partners Group kaum betroffen: Private Credit macht nur 22 % des Portfolios aus, konzentriert auf Europa. Langfristig stärkt die Diskussion sogar ihre Wettbewerbsposition. Bei einem KGV von 16x und einer Dividendenrendite von 6 % ist die Bewertung attraktiv; ein zweistelliges Wachstum ab nächstem Jahr erscheint realistisch.

Ausblick:
Trotz kurzzeitiger Eskalation rund um Khark rechnen wir mit einem schrittweisen Abklingen des Iran-Krieges und einer anschließenden Markterholung – die Aktienquote wurde bereits auf 76 % erhöht. Konjunktur- und Inflationseffekte bleiben, das Einstiegsniveau ist jedoch attraktiv. Bleiben Sie investiert!

 

Newsletter Archiv

In unserem Newsletter-Archiv finden Sie die zuletzt veröffentlichten Newsletter des Geostrategy Funds als PDF-Dokumente. Die Ausgaben geben Einblick in unsere Einschätzungen zu Märkten, Geostrategie und Portfolioausrichtung sowie in aktuelle Investment-Überlegungen. Die Auswahl ermöglicht es Ihnen, unsere Analysen und Positionierungen transparent nachzuvollziehen und Entwicklungen über die Zeit hinweg einzuordnen.

Dezember 2025

Ukraine-Friedensplan und Venezuela-Krise im Fokus
Ukraine-Friedensplan und Venezuela-Krise im Fokus
US-Friedenspläne für die Ukraine belasten Rüstungswerte, während die US-Flottenpräsenz vor Venezuela Ölmarktchancen für Unternehmen wie Occidental Petroleum eröffnet.
 

Portfolio: Occidental Petroleum als Venezuela-Hedge

November 2025

Geopolitik: Gaza-Frieden neutral, Argentinien-Wette geht auf
Während der Gaza-Friedensschluss kaum Marktreaktionen auslöste, rechtfertigte Mileis Wahlsieg in Argentinien die Portfolio-Investments mit zweistelligen Kursgewinnen – ein Beleg für den Fokus des Fonds auf ökonomisch relevante Geostrategie.

 

Portfolio: Gold-Konsolidierung und neue KI-Chance bei Serviceware


 

Oktober 2025

Geopolitische Spannungen und Konjunktursorgen belasten Europa
Während die USA stabil bleiben, droht Europa durch Reformstau und steigende Arbeitslosigkeit eine tiefe Krise. Erneute geopolitische Spannungen und die schwache deutsche Industrie führen dabei zu einer deutlichen Underperformance europäischer Aktien.

 

Portfolio: Defensive Stabilität durch Finanzen und Gesundheit
 

September 2025

Fokuswechsel: Von Friedenshoffnung zu Zinssenkung
Nachdem die Ukraine-Friedenshoffnungen mangels Folgeterminen verpufften, stützte Fed-Chef Powell die Märkte durch die Aussicht auf eine Zinssenkung im September. Arbeitsmarktrisiken rückten die Geldpolitik damit wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit.

 

Portfolio-Schutz: Goldminen profitieren von Rekordhoch
 

August 2025

Asymmetrischer Zoll-Deal verschafft Europa Zeit
Der Zoll-Deal zwischen USA und EU ist eher ein Waffenstillstand als eine dauerhafte Lösung: Europa akzeptiert höhere Zölle, gewinnt dafür aber kurzfristige Planungssicherheit und nutzt die Zeit, um sich auf die nächste Eskalationsstufe vorzubereiten.

 

Portfolio: Argentinien vor einer goldenen Dekade

Juli 2025

Geostrategische Unruhe: Iran, Israel und Trump-Agenda

Der kurze militärische Schlagabtausch zwischen Iran und Israel sorgte nur temporär für Marktreaktionen. Die unsichere Handelspolitik der Trump-Administration könnte jedoch erneut an Brisanz gewinnen – Vorsicht bleibt geboten.
 

Elmos: Starkes Comeback und Wertrealisierung



 

März 2026

Geostrategische Lage: Wie lange dauert der Krieg im Iran?
USA und Israel griffen den Iran an, töteten Khamenei und zerstörten Militärinfrastruktur. Der Iran sperrte daraufhin die Straße von Hormus und trieb die Ölpreise hoch – doch angesichts massiver Marinenverluste dürfte die Sperrung kaum lange standhalten.
 

Portfolio: Softwareinvestments belasten, Öl kompensiert
 

Februar 2026

Geostrategische Lage: Grönland, Iran und die Fed
US-Fokus auf Grönland belastete das Vertrauen in US-Assets und schwächte den Dollar; die Warsh-Nominierung als Fed-Nachfolger stabilisierte die Zinserwartungen. Nach Rohstoff-korrekturen sinkt die Risikobereitschaft; Iran-Spannungen könnten den Ölpreis treiben.
 

Portfolio: Kursgewinne bei Goldaktien, BMW realisiert.

Januar 2026

Geostrategische Lage: USA greifen in Venezuela ein
Die Entführung Maduros blieb ohne Ölpreisschock. Mittelfristig könnten US-Investitionen Venezuelas Ölproduktion stärken. Trotz kurzfristiger Belastungen halten wir an Occidental Petroleum fest und erwarten steigende Ölpreise.

Portfolio: Neue Chancen für den Aufschwung 2026, IONOS, Ströer, Zalando

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